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So läuft eine Zahnwurzelbehandlung ab




Eine Zahnwurzelbehandlung kann einen entzündeten Zahn retten - oft braucht es dafür mehrere Sitzungen. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn - (c)dpa-infocom GmbH

Köln (dpa/tmn) - Heftige Schmerzen im Zahn nach dem ersten Schluck Kaffee am Morgen oder beim Biss ins Brötchen, vielleicht sogar eine geschwollene Wange? Grund dafür könnte eine Zahnwurzelentzündung sein. Sie entsteht, wenn Bakterien in den Wurzelkanal gelangen.


Ursache dafür müsse nicht immer eine tiefe Karies sein, erklärt die Initiative ProDente. Auch ein abgebrochener Zahn, etwa nach einem Unfall, könne zu einer Wurzelentzündung führen.


Über die Wurzelspitze kann die Entzündung das umliegende Gewebe erreichen - und durch eine Eiteransammlung die dicke Backe verursachen. Findet keine Behandlung statt, sind Folgen für den ganzen Körper möglich. Der Zahnarzt stellt seine Diagnose nach einer Röntgenuntersuchung und entscheidet anhand der Bilder, ob eine Wurzelbehandlung, auch Endodontie genannt, nötig ist.


Mehrere Sitzungen möglich


Dafür wird der entzündete Zahn zunächst durch ein elastisches Tuch vom Rest des Mundraums abgeschirmt und so vor Speichel und eventuellen weiteren Bakterien geschützt. Danach wird - in der Regel unter örtlicher Betäubung - der Zahn geöffnet und der betreffende Kanal gereinigt. Dafür entfernt der Zahnarzt infiziertes Gewebe sowie Bakterien mithilfe flexibler und sehr dünner Geräte. Danach wird der Kanal mit desinfizierenden Lösungen ausgespült.


Oft sind mehrere Sitzungen nötig. Der Kanal wird mit einer desinfizierenden Einlage versorgt und der Zahn provisorisch geschlossen. Nach der letzten Behandlung bekommt der Kanal eine Füllung, die meist aus einer gummiartigen Masse, der sogenannten Guttapercha, besteht sowie einem speziellen Wurzelfüllmittel. Dann wird der Zahn selbst endgültig verschlossen. Nach einigen Monaten sollte eine erneute Röntgenuntersuchung stattfinden, um zu überprüfen, ob die Behandlung erfolgreich war.


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Autor: Markus Scholz - 18.02.2021